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7. Erfahrungsaustausch zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement in Wesel
Zum siebten Mal trafen sich jetzt die Gesundheitskoordinatoren und Gesundheitsmanager der Mitgliedsunternehmen der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen zum Erfahrungsaustausch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Gastgeber des Treffens war die Kreisverwaltung Wesel.
Die fast 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 7. Erfahrungsaustausch BGM wurden vom Kreisdirektor Ralf Berensmeier herzlich empfangen und über die 13 Städte und Gemeinden am Niederrhein informiert. Nach der regionalen Vorstellung stellte Hermann Jansen (Koordinationsgruppe Personalverwaltung Arbeits- und Gesundheitsschutz) die vielfältigen Aktivitäten der Kreisverwaltung Wesel im Betrieblichen Gesundheitsmanagement dar. Seit 2007 ist BGM ein wichtiger Bestandteil der Personalentwicklung in der Kreisverwaltung Wesel. Besonderes Augenmerk wurde in den vergangenen Jahren auf die Themen „Führung und Gesundheit“ und „Maßnahmen zur Gesundheitsförderung“ gelegt.
Die enge Verbindung von Gesundheitsmanagement und Arbeits- und Gesundheitsschutz konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung in der Kreisverwaltung Wesel erfahren. Stefan Hambach (Koordinationsgruppe Personalverwaltung Arbeits- und Gesundheitsschutz) stellte den Prozess der Gefährdungsbeurteilung – von der Ermittlung der Gefährdung bis zur elektronischen Maßnahmenverfolgung - anhand von anschaulichen Beispielen dar. Diskutiert wurden besonders die Verantwortung der Führungskräfte und die Einbindung der Beschäftigten.
Das Thema Gefährdungsbeurteilung wurde im Fortgang des Treffens weiter vertieft. Katrin Päßler, Aufsichtsperson der Unfallkasse NRW, widmete sich in ihrem Vortrag dem komplexen Thema der psychischen Belastungen bei der Arbeit. Als ein für das betriebliche Gesundheitsmanagement besonders interessanten Ansatz diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das sogenannte Akku-Modell, ein modernes Belastungs-Beanspruchungs-Konzept, welches sich aktiv mit pathogenetischen und salutogenetischen Bedingungen bei der Arbeit auseinandersetzt. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz hat beim Thema psychische Belastungen und Beanspruchungen ganz klar Grenzen. Hier bieten sich Chancen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement. Mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden diese diskutiert und eine noch stärkere Verbindung beider Präventionsansätze gefordert.
Was zeichnet ein vorbildliches Gesundheitsmanagement aus? Welche Qualitätskriterien beschreiben den Corporate Health Award (CHA)? Wie sind öffentliche Verwaltungen im Vergleich zu Unternehmen der privaten Wirtschaft in Sachen Betriebliches Gesundheitsmanagement aufgestellt? Was haben Unternehmen davon, sich am Wettbewerb CHA zu beteiligen? Diese Fragen sowie viele interessante Einblicke und Vergleiche standen im Mittelpunkt des Vortrags „<link file:3140 _blank vortrag>Betriebliches Gesundheitsmanagement in öffentlichen Verwaltungen“ von Dr. Oliver-Timo Henssler vom EuPD Research. Besonders kontrovers diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Kriterien zum Leistungsangebot zur Gesundheitsförderung in Zeiten knapper Kassen und Haushaltskonsolidierungen im öffentlichen Dienst.
Ein besonderer Dank gilt Hermann Hansen und Stefan Hambach von der Kreisverwaltung Wesel, die wunderbare Gastgeber für den siebten Erfahrungsaustausch zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement waren.