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9. Erfahrungsaustausch Betriebliches Gesundheitsmanagement in Solingen

Eine große Gruppe von Menschen posiert auf einer breiten Treppe in einem modernen Konferenzgebäude. Die Personen sind in mehreren Reihen angeordnet und blicken direkt in die Kamera. Einige tragen Namensschilder, die Umgebung ist hell erleuchtet mit großen Fenstern und Pflanzen im Hintergrund. Dieses Bild könnte in einem Kontext von Arbeitsschutz und Prävention verwendet werden, um eine Veranstaltung oder ein Treffen der Unfallkasse NRW darzustellen.

Vernetzung und Vielfalt

Vernetzung und Vielfalt

Unter diesem Titel veranstaltete die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen am 12. März 2014 ihren 9. Erfahrungsaustausch zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM). Der Einladung ins Theater und Konzerthaus Solingen folgten über 50 Gesundheitsmanagerinnen und –manager aus den Mitgliedsunternehmen der Unfallkasse NRW.











In seinem Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer betonte der Oberbürgermeister der Stadt Solingen, Norbert Feith, dass Betriebliches Gesundheitsmanagement für kommunale Verwaltungen nicht einfach nur „nice to have“, sondern eine zwingend notwendige Maßnahme bei der Stärkung der Arbeitszufriedenheit und Senkung des Krankenstandes ist. Feith wies darauf hin, dass ein innovativer BGM-Prozess sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit der Beschäftigten im Fokus haben muss.










Wie dieser Grundgedanke bei der Stadt Solingen konkret umgesetzt wird, stellte Ellen Krell, die Gesundheitsbeauftragte der Stadt Solingen, vor. Das BGM-Konzept der Stadt Solingen basiert auf vier Säulen. Im „BGM-classic“ werden Maßnahmen und Projekte zur Verbesserung der Arbeitssituation in Ämtern und Bereichen durchgeführt. Unter dem Motto „BGM-aktiv“ organisiert die Stadt Solingen für ihre Beschäftigten ein umfangreiches Angebot zur Stärkung der individuellen Gesundheit. Im Aufbau befindet sich derzeit die Säule „BAPS“, in der ein Unterstützungssystem für Beschäftigte nach berufsbedingten traumatischen Ereignissen etabliert werden soll. Zur Stärkung der psychischen Gesundheit und zur
Unterstützung der Beschäftigten in schwierigen beruflichen oder privaten Situationen will die Stadt Solingen ab Sommer eine Hotline für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einrichten.



Diese Erfahrungen und viele andere Beispiele guter Praxis im Betrieblichen Gesundheitsmanagement konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in kleineren Diskussionsgruppen weiter vertiefen. Der Austausch reichte von innovativen Ideen zum Kursprogramm und zum Gesundheitstag, über die erfolgreiche Umsetzung von BGM-Projekten und die Fokussierung auf bestimmte Handlungsfelder im BGM bis hin zur Diskussion über ganzheitliche Konzepte sowie  Strategieentwicklungsprozesse und nachhaltige Prozesse im BGM. Dieser Erfahrungsaustausch wurde sehr engagiert, offen und intensiv geführt.





Was versteht man unter Diversity Management? Welche Dimensionen von Vielfalt gibt es? Welche Impulse aus dem Diversity Management sollten im betrieblichen Gesundheitsmanagement berücksichtigt werden? Wie viel Vielfalt verträgt das Betriebliche Gesundheitsmanagement eigentlich? Diese spannenden Fragen wurden am Nachmittag erörtert. Dr. Petra Köppel führte mit einem Vortrag in das Thema ein und zeigte viele Verbindungen im Umgang mit Vielfalt und Gesundheit auf. Wie diese Ideen in die betriebliche Praxis umgesetzt werden können diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einem world-cafe. Und es zeigte sich auch hier: BGM als Präventionsstrategie ist vielfältig, notwendig und bleibt eine spannende Aufgabe für alle Akteure im Betrieb.





Unser besonderer Dank gilt Ellen Krell von der Stadt Solingen, die unseren neunten Erfahrungsaustausch im Betrieblichen Gesundheitsmanagement wunderbar organisiert und mitgestaltet hat. Wir möchten uns an dieser Stelle auch bei Klaus Voigt für die spannenden Blicke hinter die Kulissen des Theaters Solingen bedanken.