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Arbeitsschutz auf dem Prüfstand: Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie legt Evaluationsergebnisse vor

Das Bild zeigt das Logo der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie. Der Text 'Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie' ist in einer modernen, serifenlosen Schrift dargestellt. Die Wörter 'Arbeitsschutz' sind schwarz und besonders hervorgehoben, während die restlichen Wörter grau sind. Die Buchstaben in 'Arbeitsschutz' werden vertikal von dünnen Linien in den Farben der deutschen Flagge (schwarz, rot, gold) geschnitten. Das Logo steht für die Initiative zur Verbesserung des Arbeitsschutzes und der Prävention in Deutschland.

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat das duale Arbeitsschutzsystem in Deutschland erfolgreich modernisiert und effizienter gestaltet – so lautet das Fazit des jetzt vorgestellten Evaluationsberichts.

Die Autoren ziehen eine positive Bilanz: Die GDA ist innerhalb kurzer Zeit zu einem Motor fortschrittlicher Prävention geworden. Dreh- und Angelpunkt ist das abgestimmte Handeln zwischen Bund, Ländern und gesetzlicher Unfallversicherung. Wichtige Elemente dieser Zusammenarbeit: gemeinsame Präventionsschwerpunkte, praxisnahe, in sich konsistente und vor allem handhabbare Vorschriften und Regeln zum betrieblichen Arbeitsschutz sowie eine anwenderorientierte und arbeitsteilige Beratung und Überwachung der Betriebe.

„Von einer effizienten Arbeitsschutzaufsicht profitieren Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen“ sagte Dr. Thomas Nauert, Vorsitzender der Nationalen Arbeitsschutz-
konferenz (NAK). „Ich freue mich besonders, dass es der GDA mit einer Kombination aus abgestimmten Betriebsbesichtigungen und attraktiven Präventionsangeboten gelungen ist, die betrieblichen Akteure wesentlich besser für Arbeitsschutzthemen zu sensibilisieren und dadurch den betrieblichen Arbeitsschutz zu stärken.“

Die positiven Effekte der GDA für den Arbeitsschutz zeigen sich auch an den Ergebnissen der GDA-Betriebsbefragung: Unternehmen, die in die GDA-Arbeitsprogramme einbezogen waren, schneiden bei zentralen Aspekten des Arbeitsschutzes (Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung) gegenüber Betrieben der Vergleichsgruppe ohne GDA-Aktivitäten signifikant besser ab.

Die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) hat für die Träger der GDA Priorität. Denn vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen fehlt es noch an ausreichenden Ressourcen und Kenntnissen zum betrieblichen Arbeitsschutz. Die GDA konzentriert deshalb ihre Präventionsmaßnahmen besonders auf diese Zielgruppe: Fast drei Viertel der vom Aufsichtspersonal aufgesuchten Betriebe gehören zu den Klein- und Kleinstbetrieben mit weniger als 50 Beschäftigten. Auch die Präventionsangebote wie z.B. der ORGAcheck (www.gda-orgacheck.de) zur Selbstbewertung der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation sind besonders auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten.

Die GDA wurde von einem externen Auftragnehmer evaluiert. Der Bericht zur Evaluation, eine Kurzfassung sowie die Ergebnisse der Befragungen von Unternehmen, Beschäftigten und Aufsichtspersonal wurden auf www.gda-portal.de veröffentlicht.

Hintergrund:
Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) wurde 2008 in Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Unfallversicherungsträgern ins Leben gerufen. Sie ist eine auf Dauer angelegte konzertierte Aktion zur Stärkung von Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz. Über eng am betrieblichen Bedarf orientierte Arbeitsschutzziele, transparente und praxisgerechte Vorschriften und Regeln sowie zeitgemäße Beratungs- und Überwachungskonzepte sollen Anreize für die Betriebe geschaffen werden, auf
allen Ebenen des betrieblichen Gesundheitsschutzes eine nachhaltige und langfristig angelegte Präventionspolitik zu betreiben.

Kontakt:
Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie
c/o Geschäftsstelle der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz
Felix Wolf, Tel.: 030 515 48 4425; E-Mail: nak-geschaeftsstelle@baua.bund.de