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Die neue Präventionskampagne "Risiko raus" der gesetzlichen Unfallversicherung startet heute
Wer mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, riskiert einen Unfall. Die Folgen unüberlegten Handelns beim Transport im Betrieb, auf dem Arbeits- oder Schulweg können verheerend sein. Mit einer neuen Kampagne will die gesetzliche Unfallversicherung daher die Verantwortung der Menschen für sich und andere stärken. Das Motto: „Risiko raus!“
Knapp 230.000 Arbeitsunfälle jährlich verzeichnen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung – Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und landwirtschaftliche Sozialversicherung – beim innerbetrieblichen Transport. Rund 150 davon enden tödlich. Hinzu kommen 23.000 Arbeits- und Dienstwegeunfälle im Straßenverkehr mit rund 170 Toten.
Auch der Weg zur Arbeit, zur Schule und zur Uni birgt Gefahren. So werden den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung jährlich rund 175.000 Wege- und Schulwegunfälle im Straßenverkehr gemeldet. Über 500 Versicherte verloren bei einem dieser Unfälle ihr Leben.
Prävention tut Not
"Die traurige Wahrheit hinter diesen Unfällen ist – mit Rücksicht und Verantwortung hätten viele von ihnen vermieden werden können“, sagt Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).
Für die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung steht fest: Das Bewusstsein für die Risiken beim Fahren und Transportieren muss gefördert, das Verantwortungsgefühl der Menschen füreinander muss gestärkt werden. Gemeinsam mit ihren Partnern, dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und den Bundesländern, haben sie daher die neue Präventionskampagne „Risiko raus!“ ins Leben gerufen.
Faktor Mensch im Mittelpunkt
„Mit ‚Risiko raus!’ rückt der Faktor Mensch in den Mittelpunkt. Die Kampagne setzt damit genau da an, wo Sicherheitstechnik nicht mehr weiterhilft. Ziel ist, das Bewusstsein für die Verkehrssicherheit im Betrieb und auf der Straße zu schärfen. Das bedeutet auch, Arbeitsorganisation und persönliches Verhalten darauf zu prüfen, ob sie Zeitdruck erzeugen, der wiederum die Unfallgefahr erhöht. Die Kampagne richtet sich also nicht nur an Arbeitnehmer, die die Tätigkeiten ausführen, sondern auch an diejenigen, die das betriebliche Umfeld gestalten.
Die Kampagne hat jedoch nicht nur die Betriebe im Auge. Auch auf dem Schulweg soll es sicherer zugehen. Kinder sind die schwächste Gruppe im Straßenverkehr – das zeigen die vielen Fahrradunfälle von 10- bis 16-jährigen Schülern. Die Kampagne soll alle Verkehrsteilnehmer dazu bringen, mehr Rücksicht auf Kinder zu nehmen und außerdem erreichen, dass Schüler, Eltern und Lehrkräfte mehr über sicheres Fahrradfahren wissen und auch untereinander darauf achten.

