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Erneuter Betrugsversuch im Umlauf
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An dieser Stelle möchten wir Sie auf eine mögliche Manipulation durch eine falsche DGUV-Rechnung aufmerksam machen. Die Warnung haben wir von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) erhalten.
Es wurde eine falsche Rechnung mit DGUV-Logo an Mitgliedsunternehmen geschickt. Hierbei wird der Empfänger aufgefordert einen dreistelligen Betrag an die DGUV zu überweisen. Druck wird mit dem Schreiben eines Gerichtsvollziehers aufgebaut. Dieses mahnt die Zahlung des Betrages an (siehe Anlage). Die Zahlung soll auf eine italienische Bank erfolgen, das ist schon ein Indiz dafür, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt.
Bitte reagieren Sie nicht auf diese Aufforderung und kontaktieren Sie uns unter:
it-sicherheit@unfallkasse-nrw.de.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Folgende Hinweise können grundsätzlich helfen, mögliche Betrugsversuche, wie die Rechnungen zu einem angeblichen DGUV Präventionsmodul, zu erkennen:
- Generell verschicken Berufsgenossenschaften und Unfallkassen keine Rechnungen oder Beitragsbescheide per Mail. Diese werden entweder postalisch verschickt oder über Extranet-Anwendungen und Kundenportale zur Verfügung gestellt. Die DGUV als Verband verschickt selbst weder Beitragsbescheide noch Rechnungen an Unternehmen.
- Passt der Unfallversicherungsträger? Die Berufsgenossenschaften sind nach Branchen organisiert, die Unfallkassen nach Regionen. Wenn beispielsweise eine KFZ-Werkstatt Rechnungen erhält, die angeblich von der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) kommen, ist das ein Zeichen für erhöhte Wachsamkeit. Eine Übersicht der Unfallversicherungsträger findet sich hier: DGUV: Mitglieder
- Prüfen Sie die IBAN. Beginnt diese nicht mit „DE“, handelt es sich um ein Konto im Ausland. Berufsgenossenschaften und Unfallkassen wickeln ihren Zahlungsverkehr nur über inländische Konten ab.
- Prüfen Sie gegebenenfalls die im Schreiben angegebenen Internetadressen und Telefonnummern. Stimmen diese nicht mit den Kontaktdaten Ihrer Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse überein, kann das ein Hinweis sein. Die derzeit kursierenden Mails stammen beispielsweise von Domains wie „dguv-zentralstelle.de“ oder „bgn-forderungen.de“, was nahe an tatsächlich existierenden Mailserver-Namen ist, aber keine von der DGUV oder der BGN genutzten Domains sind.
Generell gilt: Wenn Ihnen ein Schreiben – insbesondere eine Rechnung – merkwürdig und nicht plausibel erscheint, recherchieren Sie im Netz zu eventuellen Warnungen oder wenden Sie sich direkt an Ihren Unfallversicherungsträger über eine Telefonnummer, die auf dessen Internetauftritt angegeben ist (Telefonnummern in entsprechenden Mails leiten im Zweifelsfall auf die Betrüger um).