Uhr
gesund-pflegen-online.de – ein Aktionsbündnis für die Pflege: Zu Gast in Münster
Wer im Pflegeberuf beschäftigt ist, macht einen wertvollen, aber auch harten Job. Der Arbeitsalltag bringt eine Vielzahl von Gesundheitsrisiken mit sich. Führungskräfte und Unternehmer in der Pflegebranche haben sich im Gesundheitshaus der Stadt Münster im Rahmen des Arbeitsprogramms Pflege der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) dazu beraten lassen, wie sie etwa Muskel-Skelett-Erkrankungen vermeiden oder psychische Belastungen reduzieren.
Das Arbeitsprogramm Pflege der GDA ist „auf Tour“ und gastierte am 29. Juni im Gesundheitshaus in der Gasselstiege in Münster. Unter der Überschrift „gesund-pflegen-online.de“ wurde ein umfangreiches Unterstützungsangebot für die Pflegebranche vorgestellt, das unter der gleichnamigen Internetadresse abrufbar ist. Im Mittelpunkt steht dabei die Online-Selbstbewertung: Mit Hilfe eines Fragebogens überprüfen die Unternehmer selbst einfach und schnell den aktuellen Stand ihres Arbeitsschutzes. Im Anschluss an die Analyse erhalten sie ein, passgenau auf ihre betriebliche Situation zugeschnittenes, Maßnahmenpaket.
Thomas Paal, Dezernent für „Soziales, Integration, Gesundheit, Umwelt- und Verbraucherschutz“ der Stadt Münster betonte in seiner Begrüßung:
Thomas Paal
„Die Arbeit in den Pflegeberufen ist anspruchsvoll und anstrengend. Sie verlangt von den Pflegekräften viel. Zugleich ist sie überaus wichtig für unsere Gesellschaft, die kranken und schwachen Menschen ihre Würde erhalten will. Ich freue mich, dass von dem Aktionsbündnis für die Pflege den Pflegekräften Hilfe und Unterstützungsangebote zur Verfügung gestellt werden, die ihnen helfen gesund zu pflegen.“
Die Veranstaltung gab einen Einblick in das umfangreiche Online-Angebot und bot darüber hinaus die Gelegenheit zum direkten Gespräch über individuelle Problemstellungen. Gemeinsam mit Experten erarbeiteten und diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mögliche Lösungsstrategien und konkrete Hilfestellungen für die Praxis.
Prof. Dr. Anne Flothow, Hartmut O. Genz-Bideau, Angelika Ammann, Alfred Liersch, Uli Koch, Günter, Klemm (v.l.n.r.)
Ziel ist, Führungskräfte aus Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege zu befähigen, Gesundheitskompetenz und Präventionskultur zu fördern. Für Unternehmen lohnt sich das doppelt: Denn gesunde und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur wichtig für die Unternehmenskultur, sondern auch ein entscheidendes Plus im Wettbewerb.
Die Referenten und ihre Themen:
Alfred Liersch von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und
Wohlfahrtspflege moderierte die Veranstaltung
Thomas Paal, Dezernent der Stadt Münster: „Anmerkungen zur Situation der Pflege aus kommunaler Sicht“
Hartmut O. Genz-Bideau, Betriebliches Gesundheitsmanagement,
Münster und Hamburg: "Es gibt sie doch, die attraktiven Pflegeeinrichtungen..."
Angelika Ammann, Betriebliche Gesundheitsförderung, Prävention,
Bielefeld: „Das Kreuz mit dem Kreuz“
Prof. Dr. Anne Flothow, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und
Wohlfahrtspflege: "Psychische Belastungen – eine Herausforderung für Pflegeeinrichtungen und Führungskräfte"
Karl-Hubert Gausling, Bezirksregierung Münster: „Das Online-Selbstbewertungsinstrument – Hilfen zur Verbesserung“
Uli Koch von der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen berichtete über die Angebote und Leistungen der Unfallkasse NRW
Günther Klemm, Wirtschaftsförderung Münster informierte über „Potenzialförderungen und Förderprogramme“
gesund-pflegen-online.de – Ihr Bündnis für die Pflege
Im Rahmen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) engagieren wir – Arbeitsschutzbehörden der Länder, Unfallversicherungsträger und der Bund – uns gemeinsam für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pflege-berufen. Und damit konkret für den Erfolg der Unternehmen. Unter der Überschrift „gesund-pflegen-online.de“ bieten wir stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen ein umfassendes, individuell zugeschnittenes Unterstützungsangebot. Gemeinsames Ziel ist es, die Zahl von Muskel-Skelett-Erkrankungen in Verbindung mit psychischen Belastungen zu senken sowie die Förderung eines systematischen Arbeitsschutzes.
Die Pressemeldung der GDA können Sie hier als PDF-Datei herunterladen