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Musikalischer Appell für aktive Verkehrserziehung
Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und die Landesverkehrswacht NRW veranstalteten ein Infokonzert mit Rolf Zuckowski und weiteren Künstlern für Erzieherinnen und Erzieher.
Ein Konzert mit Rolf Zuckowski ohne Kinder? Stimmt, und doch standen die Kinder im Mittelpunkt. Eingeladen von der Landesverkehrswacht und der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen waren nämlich Erzieherinnen und Erzieher aus NRW. Mit einem bunten, dreistündigen Bühnenprogramm wurden sie von den Kinderliedermachern Rolf Zuckowski, Beate Lambert, Michael Gundlach und Ferri Feils mit auf die Reise genommen durch verschiedene Themen der Verkehrssicherheitsarbeit im Kindergarten. Außerdem erhielten jede Besucherin und jeder Besucher das neue, praxisnahe Projekthandbuch "Kind und Verkehr" des Deutschen Verkehrssicherheitsrates.
Heinz Hardt, Präsident der Landesverkehrswacht NRW, (r.) und Manfred Lieske, Mitglied der Geschäftsführung der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, hießen gemeinsam die Besucherinnen und Besucher des Infokonzertes willkommen.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verunglückten in Deutschland im vergangenen Jahr etwa 32.000 Kinder als Fußgänger, Radfahrer und Mitfahrer im Auto. Die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen verzeichnete im gleichen Zeitraum 5.041 Unfälle im Straßenverkehr von Kindern und Schülern bis 14 Jahren im Rahmen des versicherten Kita- und Schulbesuchs. Wenn die Unfallzahlen in den letzten Jahren auch gesunken sind, so sind sie doch immer noch auf einem erschreckend hohen Niveau. Mit der Veranstaltung wollen Unfallkasse und Landesverkehrswacht dazu beitragen, die Verkehrssicherheit von Vorschulkindern zu erhöhen. Konzert und Handbuch sollen den pädagogischen Fachkräften der Kindergärten die Möglichkeiten der Verkehrserziehung aufzeigen und zur Umsetzung von Projekten motivieren.
"Mit unserer Präventionsarbeit, die von kostenlosen Zeitschriften für Kitas, über Seminare bis hin zu Fachtagungen und Veranstaltungen wie dieses Infokonzert reicht, möchten wir unseren Beitrag für gute und gesunde Kindertagesstätten und für mehr Verkehrssicherheit von Kindern leisten", erläuterte Manfred Lieske, Mitglied der Geschäftsführung der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen.
Und Heinz Hardt, Präsident der Landesverkehrswacht NRW, hob die Bedeutung der vorschulischen Verkehrserziehung hervor: "Mit der Einschulung erweitert sich die selbstständige Mobilität der Kinder deutlich. Daher muss schon vorher die Grundlage für verkehrssicheres Verhalten gelegt werden. Neben den Eltern kommt den Erzieherinnen und Erziehern dabei ein Schlüsselrolle zu", so Hardt.
Die Moderatoren der Verkehrswachten unterstützen Eltern und Pädagogen von Kindergärten mit den Programmen "Kind und Verkehr" sowie "Kinder im Straßenverkehr". Auch nach der Einschulung engagieren sich die Verkehrswachten mit zahlreichen Aktionen und Programmen für die Sicherheit der Kinder.
Michael Heß, stellte als einer der Autoren das neue Projekthandbuch "Kind und Verkehr" vor.
Das Projekthandbuch "Kind und Verkehr" ermöglicht es den sozialpädagogischen Fachkräften, Verkehrserziehung im Kindergarten fachlich kompetent, kindgemäß und effektiv umzusetzen. Michael Heß, Autor des Projekthandbuches, hatte seine Parts auf der Bühne an die Themen und Methoden des Handbuches angelehnt. "Jeder kann in seiner Position mitarbeiten: Politiker, Planer, Ingenieure, Mediziner, Eltern, Großeltern – und Fachkräfte in pädagogischen Einrichtungen", so Heß.
Das Konzert in Düsseldorf ist eingebettet in eine bundesweite Tournee durch alle 16 Bundesländer. Mit ihren verkehrspädagogischen Themen und Liedern bilden die Konzerte einen Baustein zur Erhöhung der Sicherheit von Kindern im Straßenverkehr.
Manfred Lieske, Mitglied der Geschäftsführung der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, Heinz Hardt, Präsident der Landesverkehrswacht NRW, Beate Lambert, Michael Heß, Rolf Zuckowski und Michael Gundlach (v.l.).
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