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REGEL-GERECHT – Vorfahrt für Verantwortung

Ein Plakat zeigt eine Verkehrsampel mit drei grünen Lichtern. Das obere Licht zeigt einen Alkoholtester mit 0,0 Promille, das mittlere Licht ein Lenkrad. Rechts daneben steht auf einem Schild: 'Vorfahrt für Verantwortung'. Im Hintergrund sind unscharfe Gebäude zu sehen. Logos der Unfallkasse NRW und andere Partner unten. Thema ist Arbeitsschutz und Prävention im Straßenverkehr.

Start der jährlichen Schwerpunktaktion zur Verkehrssicherheit der Unfallkassen, Berufsgenossenschaften und des Deutschen Verkehrssicherheitsrates

Viele Verkehrsteilnehmer schätzen ihre Kompetenz hinter dem Steuer falsch ein und verhalten sich zudem nicht regelgerecht. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die tns-emnid im Auftrag der Präventionskampagne „Risiko raus!“ durchführte: 46 Prozent der Befragten meinten, ihre Kompetenz am Steuer sei gut bis sehr gut. Gleichzeitig jedoch gaben 70 Prozent an, hin und wieder Geschwindigkeitsbegrenzungen zu übertreten. Bei der Altersgruppe zwischen 30 und 39 Jahren sind es sogar 90 Prozent. Mehr als 40 Prozent aller Befragten missachten Park- und Halteverbote, mehr als 30 Prozent halten nicht immer vor Stoppschildern an und blinken nicht beim Spurwechseln oder Abbiegen. 42 Prozent der unter 30-jährigen gibt zu, das Handy am Steuer zu nutzen.

Dieser Widerspruch zwischen der Selbsteinschätzung der Autofahrerinnen und -fahrer und ihrem objektiv überprüfbaren Verhalten thematisiert die diesjährige UK/BG/DVR-Schwerpunktaktion „Regel-gerecht. Vorfahrt für Verantwortung“.

Zentrales Element der Aktion ist eine Broschüre, die der Frage nachgeht, warum wir uns eigentlich im Straßenverkehr so oft nicht regelkonform verhalten. Sie erklärt die Bedeutung von Regeln und Verantwortung im Straßenverkehr und gibt Tipps, wie man stressfrei, entspannt und sicher unterwegs ist, sodass man erst gar nicht gegen Regeln verstoßen muss.

In einem Video kommen fünf Expertinnen und Experten zu Wort, die in einer Diskussionsrunde Erfahrungen und Meinungen austauschen und Tipps geben. Das Fazit der Experten: Wer mit null Promille am Steuer unterwegs ist, sich immer anschnallt und mit einer der Verkehrssituation angepassten Geschwindigkeit fährt, hat wichtige Voraussetzungen geschaffen, um schwere Unfälle zu vermeiden.

Viele der über 2,4 Mio. Unfälle im Straßenverkehr mit mehr als 370.000 Verletzten könnten verhindert werden, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer an die Regeln halten würden. Denn ca. 86 Prozent aller Verkehrsunfälle gehen auf ein Fehlverhalten der Fahrerin oder des Fahrers zurück. Überhöhte Geschwindigkeit ist dabei die zweithäufigste Unfallursache. Sie rangiert gleich hinter falschem Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren.

Verkehrsregeln, die - häufig durch Unkenntnis - missachtet werden, werden in zwei illustrierten Faltblättern erklärt und es wird erläutert, warum es Sinn macht, sie zu befolgen.

Weitere Elemente sind Multiple-Choice-Tests, in denen man seine eigene Regelkenntnis kritisch überprüfen kann. Denn schließlich sind 80 Prozent der von tns-emnid Befragten der Ansicht, dass sie sich regelkonform verhalten würden, wenn dadurch ihre eigene Sicherheit oder die anderer Menschen gewährleistet würde. Die UK/BG/DVR-Schwerpunktaktion will ihnen bewusst machen, dass dies durch eine bessere Regelbefolgung erreicht wird.

Die UK/BG/DVR-Schwerpunktaktion beginnt am 1. Juni 2011 mit einem Gewinnspiel zum Thema Regelbefolgung im Straßenverkehr. Einsendeschluss für dieses Preisausschreiben ist der 28. Februar 2012. Weitere Informationen und alle Präventionsmaterialien finden sich unter www.regel-gerecht.de.