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SCHULE MIT ZUKUNFT – Chancen durch Entwicklung
Unter dem Motto „SCHULE MIT ZUKUNFT – Chancen durch Entwicklung“ lud jetzt die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen und die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße in Aachen gemeinsam zu einer Informationsveranstaltung ein.
Im Mittelpunkt standen Beispiele guter gesunder Schulpraxis. Die Veranstaltung widmete sich den Themen Lernen und Fördern sowie der Entwicklung von Potentialen in einer motivierenden gesunden Umgebung. Durch die Vorstellung ausgewählter Aktionen und Projekte, durch Interviews mit Vertretern der Stadt Aachen, der Unfallkasse NRW, der GHS Aretzstraße und Partnern der Schule aus der Wirtschaft sowie durch eine moderierte Podiumsdiskussion werden einzelne Aspekte des Themas veranschaulicht.
Das Auditorium
Den Besucherinnen und Besuchern boten sich praxiserprobte Anregungen sowie Möglichkeiten zum intensiven Gedankenaustausch. Das Publikum der Veranstaltung setzte sich zusammen aus Lehrkräften aller Schulformen und bildungsbezogenen Akteuren in Politik, Verwaltung und Wirtschaft aus Aachen und Umgebung.

Einen einstudierten Tanz zeigten Schülerinnen während der Veranstaltung.
Die Initiative zu dieser Veranstaltung ging von der Unfallkasse NRW aus. Sie verleiht seit dem Jahr 2008 den bundesweit einmaligen Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule“. Er soll die Gesundheitsförderung und die Prävention an den Schulen im Land stärken und so auf ihre Tagesordnung bringen. Mit ihm werden Schulen nicht nur für ihre gute Arbeit ausgezeichnet, sondern er fördert auch die Verbreitung guter gesunder Schulpraxis. Diesem Ziel diente auch die Veranstaltung an der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße, die im Jahr 2011 mit dem Schulentwicklungspreis ausgezeichnet wurde.
Das Ziel des Schulentwicklungspreises „Gute gesunde Schule“ besteht darin, Schulen zu motivieren, ihre Qualität durch eine integrierte Weiterentwicklung der bildungs- und gesundheitsbezogenen Arbeit zu verbessern.
„Gute gesunde Schulen stärken das Wohlbefinden und die Gesundheit der Lehrenden und Lernenden, erreichen eine gute Qualität des Lernens, des Unterrichts und der Schulprozesse und führen zu guten Lern- und Arbeitsergebnissen der Beteiligten“, schilderte Regina Gerdon, Abteilungsleiterin Allgemein- und berufsbildende Schulen in der Hauptabteilung Prävention der Regionaldirektion Rheinland der Unfallkasse NRW. Der Preis ist mit insgesamt 600.000 Euro dotiert und ausgezeichnete Schulen können bis zu 15.000 Euro für die Schulentwicklungsarbeit erhalten. Für Schulen lohnt sich die Teilnahme laut Regina Gerdon auch unabhängig von einer Auszeichnung: „Schon mit der Bewerbung machen Schulen einen wichtigen Schritt zur Selbstevaluation und damit einen großen Schritt zur Verbesserung der Schulqualität.“
Der Schulleiter der Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße, Manfred Paul, beschrieb, was seine Schule zur guten gesunden Schule macht: „Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern Fördermaßnahmen an, die ihnen nicht nur Wissen vermitteln, sondern die ihnen auch vermitteln, dass wir sie als Persönlichkeiten schätzen. So schaffen wir an unserer Schule ein Klima, in dem sich Lernende und Lehrende gleichermaßen wohlfühlen.“
Zwischendurch konnten sich die Besucher über verschiedene Projekte der Schülerinnen und Schüler informieren.
Diese Grundhaltung kommt in allen einzelnen Fördermaßnahmen der Schule zum Ausdruck. So gibt es an der Schule zum Beispiel die Schülerfirma „Tu was GmbH“, bei der das Kürzel GmbH für „Gib mir berufliche Hilfe“ steht. Sie arbeitet wie eine richtige Firma mit Verwaltung, Angestellten, Verträgen und Arbeitszeugnissen. „Mit Maßnahmen wie der Schülerfirma verbinden wir pädagogische Förderung mit der Partizipation unserer Schülerinnen und Schüler“, charakterisierte Manfred Paul das Konzept. Die Mitarbeit vermittelt den Schülerinnen und Schülern praktische Fähigkeiten, soziale Kompetenzen und sie hilft ihnen bei der Berufsorientierung. Sie lernen, Arbeit gewissenhaft auszuführen und sie ernst zu nehmen. Sie erkennen, dass Arbeit nicht nur Spaß machen kann, sondern bei gewissenhafter Ausführung auch angemessen entlohnt wird. Die Schülerfirma ist in jeder Hinsicht erfolgreich: Die Aufträge für Arbeiten wie Gartenarbeiten, Renovierungen oder Umzüge kommen aus dem gesamten Stadtgebiet und zwei Drittel der Schülerinnen und Schüler der Schule arbeiten während ihrer Schulzeit in der Schülerfirma mit.
Mit der Veranstaltung wollte die Gemeinschaftshauptschule Aretzstraße auch anderen Schulen – ganz im Sinne des Schulentwicklungspreises - Anregungen dazu geben, Gesundheitsförderung ganzheitlich in den Schulalltag zu integrieren.
Hier finden Sie mehr Informationen zum Schulentwicklungspreis „Gute gesunde Schule": Schulentwicklungspreis