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Studie "Gesunde Luft in Schulen"

Ein Klassenzimmer mit mehreren Kindern, die an ihren Schreibtischen sitzen und in Schulbüchern lesen oder schreiben. Die Kinder sind in zwei Reihen angeordnet. Die Umgebung ist hell und mit Tageslicht beleuchtet. An den Wänden sind kindgerechte Zeichnungen zu sehen. Die Szene vermittelt eine ruhige Lernatmosphäre.

Im Rahmen einer Studie mit dem Titel "Gesunde Luft in Schulen" wurde durch die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen das biologische, chemische und physikalische Umfeld in Klassenräumen ermittelt. Ziel war es, einen Maßstab für die Normalbelastung der Luft in Klassenräumen zu entwickeln und die Belastungen während des Unterrichts zu beschreiben. Gemessen wurde in rund 400 Unterrichtsräumen. Dabei wurden etwa 800 Unterrichtsstunden messtechnisch begleitet. Das Untersuchungsprogramm umfasste

-        Flüchtige organische Komponenten (VOC)

-        Aldehyde

-        Mikrobiell verursachte flüchtige organische Komponenten (MVOC)

-        Kohlenstoffdioxid

-        Schimmelpilze im 2-Monat-Frischstaub

-        Raumklimaparameter

-        Lärm

-        Nachhallzeiten

Die nunmehr vierjährige Messphase des Projektes wurde in diesem Monat abgeschlossen. Als eine wesentliche Erkenntnis lässt sich bereits feststellen, dass der Kohlenstoffdioxidgehalt in Klassenräumen während des Unterrichts im Regelfall deutlich zu hoch ist. Der Zielwert von 1000 ppm lässt sicher allerdings durch Stoßlüftung in den Pausen und Lüftung über Fenster in Kippstellung während des Unterrichts erreichen. Stoßlüftung während der Pausen reicht alleine nicht aus. Die Dauerlüftung über Kippstellung ist aus energetischen Gründen allerdings ungünstig. Bei Neubauten von Schulen sollte man daher darauf achten, dass Unterrichtsräume zukünftig mechanisch be- und entlüftet werden.

Erste vorläufige Ergebnisse können Sie hier herunterladen.