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Wettbewerb "Jugend forscht": Landesverband West zeichnet drei Auszubildende aus

Drei junge Männer in blauen Poloshirts und Schutzbrillen stehen in einer Werkstatt und halten Urkunden der Unfallkasse NRW. Neben ihnen steht eine Frau in einem Blazer. Auf dem Tisch liegen Werkzeuge und gelbe Arbeitshandschuhe. Der Raum ist gut beleuchtet mit Maschinen im Hintergrund. Kontext ist die Förderung von Sicherheit und Prävention am Arbeitsplatz.

Beim diesjährigen Landeswettbewerb „Jugend forscht“ hat der Landesverband West der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) den Sonderpreis "Prävention und Rehabilitation" gestiftet. Dieser Preis wurde jetzt in Krefeld an drei Auszubildende übergeben. Prämiert werden sollte eine Arbeit, die eine innovative Lösung eines betrieblichen Problems bietet. In diesem Jahr sind drei Auszubildende der Voith Paper GmbH & Co. KG in Krefeld mit diesem Preis ausgezeichnet worden.

Die Auszubildenden Daniel Macfalda (20), Thomas Brenner (20) und Daniel Kleef (20). nehmen derzeit an einer kooperativen Ingenieursausbildung teil. Sie werden zum Industriemechaniker ausgebildet und absolvieren zeitgleich ein Studium. Die prämierte Entwicklung trägt den Titel „Federrückstellender Entgrater mit Schnellspannvorrichtung“.

Die Problemstellung der Arbeit bestand darin, dass es bisher kein einheitliches Entgratungswerkzeug für Radialbohrungen in zylindrischen Werkstücken gab. Der bisherige Entgratungsvorgang wurde manuell ausgeführt, wobei neben Lärm auch feinster Metallstaub entstand. Zusätzlich waren die Mitarbeiter Hand-Arm-Vibrationen ausgesetzt. Der gesamte Bearbeitungsgang dauerte mehrere Minuten pro Werkstück und brachte kein einheitlich gutes Entgratungsergebnis.

Der nun entwickelte „Federrückstellende Entgrater mit Schnellspannvorrichtung“ besteht aus Wendeschneidplatten zur Bearbeitung des Grates. Diese Wendeschneidplatten rotieren und führen dabei eine Auf- bzw. eine Abwärtsbewegung durch. Durch den Einsatz des „Federrückstellenden Entgraters mit Schnellspannvorrichtung“ wurde die Lärmbelastung nahezu beseitigt sowiedie Entstehung des Metallstaubes stark reduziert. Ebenso wurde die Belastung der Mitarbeiter/innen durch Hand-Arm-Vibrationen beseitigt. Als Zeiteinsparung für diesen Arbeitsgang wurden rund 70 Stunden/Jahr prognostiziert.

Übergeben wurde der Preis von Dagmar Windhövel vom Landesverband West der DGUV und Ulrich Krahl von der Berufsgenossenschaft Holz und Metall. Der Preis ist mit 250 Euro dotiert und bietet die Möglichkeit einer Hospitation im Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung in St. Augustin.

Hier sehen Sie die bisherige Vorgehensweise

Hier sehen Sie den neu entwickelten "Federrückstellenden Entgrater"