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Gewinner des Schulwettbewerbs Go Ahead 2025 ausgezeichnet
Das Bild zeigt die Gewinner des Go Ahead-Wettbewerbs 2025. Foto: Unfallkasse NRW / Jens Nieth
„Mit Hirn unterwegs – Helm schützt, Schulweg safe.“ Unter diesem Motto haben im Jahr 2025 1.536 Schülerinnen & Schüler von 76 weiterführenden Schulen ihre Kreativität gezeigt und 212 Beiträge eingereicht. Ob Kurzgeschichte, Song, Fotostory, Videoclip oder freies Projekt – die Vielfalt der Ideen begeisterte die Jury.
Jetzt wurden die besten Beiträge in einer feierlichen Preisverleihung im Ministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf ausgezeichnet. Die Schirmherrin des Wettbewerbs, Schulministerin Dorothee Feller, konnte nicht persönlich anwesend sein und wurde durch ihren Stellvertreter, Dirk Schnelle, Ministerialdirigent und Abteilungsleiter im Schulministerium, vertreten. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Unfallkasse NRW sowie der ZNS-Stiftung überreichte er die Urkunden und Preise.
Schnelle hob in seiner Ansprache die Bedeutung von Verkehrssicherheitsarbeit direkt im Schulalltag hervor: „Wenn Schülerinnen und Schüler sich so intensiv mit Themen wie dem Helmtragen und einem sicheren Schulweg befassen, lernen sie nicht nur für den Wettbewerb – sie lernen fürs Leben. Schulen sind Orte, an denen Verantwortung und Prävention früh verankert werden können. Go Ahead macht das auf beeindruckende Weise sichtbar.“
Uwe Meyeringh, Vorstandsvorsitzender der Unfallkasse NRW, ging in seiner Rede auf die gesellschaftliche Dimension ein. Er richtete sich direkt an die anwesenden Jugendlichen: „Ihr seid mit euren Ideen Vorbilder. Indem ihr eure Projekte nicht nur einreicht, sondern auch in euren Schulen und Gemeinden sichtbar macht, bewirkt ihr Veränderungen. Jeder von euch trägt dazu bei, dass Verkehrssicherheit mehr Gewicht bekommt.“
Zum Abschluss der Veranstaltung trat Michael Stock, Geschäftsführer der Unfallkasse NRW, ans Rednerpult. Mit ruhigen, nachdrücklichen Worten machte er deutlich, warum der Wettbewerb für die Unfallkasse NRW eine Herzensangelegenheit ist: „Unsere Arbeit hat ein klares Ziel: weniger Unfälle, weniger Leid. Präventionsprojekte wie Go Ahead zeigen, dass wir gemeinsam mit Schulen und jungen Menschen genau dort ansetzen können, wo es zählt. Die heute ausgezeichneten Beiträge sind dafür ein starkes Zeichen.“
Die Arbeit der Jury
Die Jury hatte in diesem Jahr die anspruchsvolle Aufgabe, aus den über 200 eingereichten Beiträgen die überzeugendsten Projekte auszuwählen. Bei der Entscheidungsfindung spielten vor allem zwei Kernaspekte eine Rolle:
- Idee & kreative Umsetzung: Originalität und Einfallsreichtum waren entscheidend. Ein Beitrag sollte das Thema Verkehrssicherheit auf eine kreative, ansprechende und verständliche Weise aufbereiten.
- Wirkung: Entscheidend war auch, ob die Projekte über den Wettbewerb hinaus Wirkung entfalten – also etwa die ganze Schulgemeinschaft erreichen oder sogar außerhalb der Schule sichtbar werden.
Nach intensiver Sichtung und Diskussion stand schließlich fest, welche Beiträge ausgezeichnet werden.
Die Preisträger 2025
Altersklasse 5.–7. Schuljahr
1. Preis
In der Altersklasse 5.–7. Schuljahr ging der 1. Preis an die Gesamtschule Duisburg-Mitte. Die Klasse 5e überzeugte die Jury mit ihrem Beitrag „Mein Schulweg safe?!“. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten nicht nur ein charmantes Spiel, sondern dachten auch über die langfristige Wirkung hinaus: Das Spiel fand Eingang in die Schulbibliothek, wurde in einer Dienstbesprechung dem gesamten Kollegium vorgestellt und auch in weiteren Klassen und Stufen thematisiert. Damit zeigt sich, wie intensiv sich die Klasse mit der Verkehrssicherheit auseinandergesetzt hat – ein Projekt, das weit über den Wettbewerb hinaus in der Schulgemeinschaft wirkt.
2. Preis
Mit dem Projekt „Wir informieren unsere ganze Stadt!“ hat die Klasse G5a des Ursulinengymnasiums Werl gezeigt, wie Verkehrssicherheit weit über das eigene Klassenzimmer hinaus wirken kann. Unter der Leitung von Kerstin Greifenberg-Pipala wurde das Thema „sicherer Schulweg“ zunächst im Unterricht behandelt – doch damit gaben sich die Schülerinnen und Schüler nicht zufrieden.
Die Ergebnisse ihrer Arbeit, Plakate und Poster rund um die Botschaft „Helm auf!“, fanden schließlich ihren Weg in die ganze Stadt. So wurde die Aktion nicht nur innerhalb der Schule sichtbar, sondern erreichte Passanten, Familien und die gesamte Gemeinschaft in Werl.
Die Jury lobte besonders die nachhaltige Wirkung dieses Beitrags: Ein Projekt, das zeigt, wie aus einer Unterrichtseinheit eine Bewegung entstehen kann, die weit über die Klassengemeinschaft hinausreicht.
3. Platz
Mit ihrem Beitrag „Setz‘ einen Helm auf!“ hat die Klasse 7c gemeinsam mit der Band-AG des Ratsgymnasiums Münster ein eindrucksvolles Musikvideo geschaffen. Unter der Leitung von Meike Weßling entstand ein Projekt, das zeigt, wie kreativ und zugleich nachhaltig Verkehrssicherheitsbotschaften vermittelt werden können.
Im Mittelpunkt stand die Frage, warum manche Jugendliche den Helm aus Eitelkeit nicht tragen. Die Schülerinnen und Schüler nahmen diese Hemmungen offen aufs Korn – und lieferten mit ihrem Song eine klare, musikalisch wie textlich überzeugende Antwort: Helm tragen ist wichtig und selbstverständlich.
Die Jury war beeindruckt von der Sorgfalt, mit der das Thema erarbeitet wurde, und von der Begeisterung, die im Musikvideo spürbar wird. Ein starkes Beispiel dafür, wie Musik Schülerinnen und Schüler erreicht – und eine Botschaft transportiert, die hängen bleibt.
Altersklasse 8.–13. Schuljahr und Berufskollegs
1. Preis
Mit ihrem Beitrag „1000 und 1 Fahrt“ hat die LFSM Media AG der Alexianer Liebfrauenschule Mülhausen die Jury begeistert. Unter der Leitung von Carolin Steger und Benjamin Steffens entstand ein humorvolles und zugleich nachhaltiges Projekt, das weit über ein einzelnes Video hinauswirkt.
Herzstück des Projekts war ein großes, inoffizielles „Helmcasting“: Schülerinnen und Schüler – und sogar Lehrkräfte – setzten ihre Helme in Szene, ob im Unterricht, auf der Couch oder in völlig unerwarteten Situationen. Diese spielerische Herangehensweise schuf nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Besonders beeindruckte die Jury, wie das Projekt in ein Gesamtkonzept eingebettet wurde: Die Media AG nutzte ihre Kreativität, um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr nachhaltig in der Schulgemeinschaft zu verankern. So zeigt „1000 und 1 Fahrt“ beispielhaft, wie Verkehrserziehung Spaß machen, wirken und gleichzeitig alle mitnehmen kann.
2. Preis
Mit ihrem Projekt „Helmit (bringt den Helm mit)“ hat die Förderschule Schule am Rheingarten Bonn die Jury überzeugt. Unter der Leitung von Karl-Christian Weick und Ailine Winkeler entstand eine kreative Lehreinheit, die von älteren Schülerinnen und Schülern entwickelt und an die jüngeren Jahrgänge weitergegeben wird.
Im Mittelpunkt steht Helmit, der Helmheld – eine Figur, die das Thema Sicherheit auf dem Schulweg lebendig vermittelt. Die Ober- und Mittelstufe übernimmt dabei die Vorbildrolle und gestaltet Lerneinheiten, die künftig dauerhaft in der Verkehrserziehung der Unterstufe eingesetzt werden sollen.
Die Jury lobte vor allem die nachhaltige Wirkung: Die Älteren vertiefen ihr Wissen und lernen durch das Vermitteln selbst dazu, während die Jüngeren motiviert werden, sich aktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ein Beispiel dafür, wie Go Ahead weit über den Wettbewerb hinaus die Schulgemeinschaft stärkt und den Alltag bereichert.
3. Preis
Mit dem Projekt „Hirn an – Helm auf!“ hat die Film-AG der Städtischen Maria-Montessori Gesamtschule Meerbusch unter Leitung von Laura-Alina Blüming einen beeindruckenden Beitrag eingereicht. Entstanden ist nicht nur ein starkes Video, das die Sichtweisen der Schülerinnen und Schüler kreativ integriert, sondern auch eine Vielzahl an Aktivitäten, die die gesamte Schulgemeinschaft erreicht haben.
Die Jury hob besonders das jahrgangsübergreifende Engagement hervor: Das Projekt wirkte weit über die betreuten Klassen hinaus und schuf eine nachhaltige Sensibilisierung für das Thema Verkehrssicherheit. Die Fülle der begleitenden Aktionen zeigt, wie lebendig Präventionsarbeit sein kann – und dass Go Ahead an dieser Schule echte Wirkung entfaltet.
Ein Projekt, das beweist: Nachhaltigkeit entsteht dort, wo Ideen die ganze Schulgemeinschaft bewegen.
ZNS-Sonderpreis für nachhaltige Wirkung
Anna Kokkinidis und Katharina Appel, Willy-Brandt-Gesamtschule Kerpen
Mit ihrem Projekt „Go Ahead – Mit Köpfchen ans Ziel: Ein digitaler Kurs“ hat die Willy-Brandt-Gesamtschule Maßstäbe gesetzt. Unter der Leitung von Anna Kokkinidis und Katharina Appel entstand eine digitale Plattform, die Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge und Fächer einlud, sich kreativ und kritisch mit dem Thema Schulwegsicherheit und Helmtragen auseinanderzusetzen.
Die ZNS-Stiftung zeigte sich beeindruckt von der Breite und Tiefe der Auseinandersetzung: Ob Plakate, Memes oder digitale Module – das Projekt schuf eine nachhaltige Wirkung, die weit über eine einzelne Unterrichtsstunde hinausging. Bemerkenswert ist zudem, dass die Beschäftigung mit dem Thema selbst nach Abgabe der Wettbewerbsbeiträge weiterlebte und neue Ideen in der Schulgemeinschaft auf den Weg brachte.
Ein Sonderpreis, der verdeutlicht: Wenn eine ganze Schule gemeinsam anpackt, entstehen nachhaltige Impulse für mehr Sicherheit im Alltag.
Go Ahead 2026
Mit der Preisverleihung geht der Go Ahead Wettbewerb in eine neue Runde. Auch 2026 sind wieder alle Schulen in NRW eingeladen, sich mit kreativen Projekten für mehr Verkehrssicherheit und das Tragen von Fahrradhelmen einzusetzen.
Unsere Pressemitteilung können Sie hier herunterladen: Pressemitteilung
Bilder der Preisträger finden Sie hier zum Herunterladen: Pressebilder
Fotonachweis für alle Bilder: Jens Nieth / Unfallkasse NRW