Vorbereitung und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen

Zwei Männer und eine Frau stehen vor einem Whiteboard in einem Büro. Sie diskutieren und zeigen auf das Board, auf dem Notizen befestigt sind. Der Mann in der karierten Bluse spricht und gestikuliert, während die anderen beiden mit Papieren und einem Tablet zuhören. Dieses Bild symbolisiert Teamarbeit und effektive Kommunikation, wichtige Aspekte im Rahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes, betont durch die Unfallkasse NRW. © Thurstan Hinrichsen/peopleimages.com - stock.adobe.com

Zur Vorbereitung einer Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen gehören Festlegungen 

  • über die Arbeitsgruppe und beteiligten Personen und Funktionen, die den Prozess der Ge-fährdungsbeurteilung planend und steuernd begleiten werden
  • über die Abfolge und Zeitpunkte der erforderlichen Arbeitsschritte
  • über die zu verwendenden Methoden und Instrumente
  • über die Art und Weise und Zeitpunkte der Weitergabe von Informationen an die weiteren beteiligten Gruppen (zur Sicherung von Akzeptanz und Beteiligung)

In die Arbeits-/Projektgruppe sollten neben den Interessenvertretungen, die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt/die Betriebsärztin und Funktionsträger aus den Bereichen Personal-/Organisationsentwicklung und Gesundheitsförderung hinzugezogen werden. Ebenso sollten Führungskräfte und Beschäftigte aus den für die Ermittlung vorgesehenen Bereichen in die Arbeitsgruppe aufgenommen werden. Die ggf. erforderliche Steuerung und Entscheidung kann beispielsweise über den Arbeitsschutzausschuss (ASA) gestaltet werden. 

Zur Bildung von Analyseeinheiten ist die Kenntnis der zu beurteilenden Arbeitsbereiche und Tätigkeiten erforderlich, da diese in der Regel tätigkeitsbezogen erfolgt.  Die Strukturierung und Einteilung sollte dokumentiert werden.

Das Bild zeigt eine weibliche Hand beim Ausfüllen eines Formulares © Bild: sepy - stock.adobe.com

Die Erfassung der Belastungen kann mit unterschiedlichen Methoden und verschiedenen Instrumenten erfolgen.

Im Wesentlichen bieten sich folgende Methoden an:

  • Beobachtungsverfahren: Arbeitsplatzbegehungen, ergänzt mit strukturierten Interviews 
  • Befragung der Beschäftigten, entweder in den dafür vorgesehenen Bereichen oder die Belegschaft insgesamt
  • Workshopverfahren: bereichs-/tätigkeitsbezogen erarbeiten freiwillig teilnehmende Beschäftigte direkt die Einschätzungen der vorhandenen Belastungen und entwickeln Maßnahmenvorschläge

Im Bereich Analyseinstrumente finden Sie beispielhaft aufgeführte Instrumente, die den jeweiligen Methoden zugeordnet sind. 

Die Unfallkasse NRW erweitert aktuell ihr Unterstützungsangebot um ein Online-Befragungs-Tool. In einem Projekt wird zurzeit an einem digital verfügbaren Fragebogen gearbeitet.

Unsere Präventionsmitarbeiterinnen beraten Sie gerne bei der Auswahl der zu verwendenden Analyseinstrumente.