Rehabilitation nach traumatischen Ereignissen durch Leistungen der Unfallkasse NRW

Um nach einem potenziell traumatischen Ereignis chronischen Langzeitfolgen möglichst entgegenzuwirken, ist eine frühzeitige therapeutische Abklärung sinnvoll.

Um traumatisierende Ereignisse zu erkennen, stellt die Unfallanzeige eine wichtige Informationsquelle für die Unfallkasse NRW dar. Daher sollten die Betriebe die Unfallanzeigen nach potenziell traumatisierenden Ereignissen frühzeitig und mit ausführlichen Beschreibungen des Hergangs übersenden. Dies ermöglicht es den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern und Reha-Managerinnen und Reha-Managern der Unfallkasse NRW, Betroffenen im Anschluss an die eventuelle Inanspruchnahme von betrieblichen psychologischen Erstbetreuenden, Notfallseelsorgerinnen und Notfallseelsorgern oder des schulpsychologischen Dienstes im Schulbereich, frühzeitig Unterstützung anzubieten.

Dazu kann die Unfallkasse NRW als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung bei Bedarf besonders qualifizierte und zugelassene ärztliche und psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten vermitteln. Auch Durchgangsärztinnen und Durchgangsärzte können dies veranlassen. Die psychotherapeutische Behandlung beginnt in der Regel mit fünf so genannten probatorischen Sitzungen. Diese dienen der Krisen- oder Frühintervention, d. h. der ersten Stabilisierung der Betroffenen und der Klärung, ob eine längerfristige Therapie erforderlich ist.

Dieses Angebot kann von den Betroffenen angenommen werden, eine Verpflichtung dazu besteht nicht. Eine Nichtannahme hat keine negativen Auswirkungen auf die weitere Leistungsgewährung. Bei akutem Unterstützungsbedarf nehmen Sie bitte neben der schriftlichen Unfallanzeige telefonisch Kontakt auf, um die Hilfe zeitnah in die Wege zu leiten.

Unfallkasse NRW
Regionaldirektion Rheinland
Moskauer Straße 18
40227 Düsseldorf 

Tel.: 0211 2808-0
Fax: 0211 2808-119
E-Mail: rheinland@unfallkasse-nrw.de

 

Unfallkasse NRW
Regionaldirektion Westfalen-Lippe
Salzmannstr. 156
48159 Münster 

Tel.: 0251 2102-0
Fax: 0251 21 85 69
E-Mail: westfalen-lippe@unfallkasse-nrw.de

Die Unfallkasse NRW unterstützt ihre Mitgliedsunternehmen durch Praxishilfen und Medien sowie durch Qualifizierungs- und Beratungsangebote.

Medien

FBGIB-004 Meldung von traumatischen Ereignissen

DGUV Information 206-017 „Gut vorbereitet für den Ernstfall! - Mit traumatischen Ereignissen im Betrieb umgehen.“

S_66__Notfallmanagement_2017

DGUV Information 206-023 „Standards in der betrieblichen psychologischen Erstbetreuung (bpE) bei traumatischen Ereignissen“

GUV-I 8599 - Traumatisierende Ereignisse in Gesundheitsberufen

S46_Trauma - was_tun?
Informationen für akut betroffene Menschen und deren Angehörige
steht in folgenden Sprachen zur Verfügung: deutsch, arabisch, russisch und ukrainisch

S47_Trauma - was tun?
Informationen für alle, die mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen zu tun haben
steht in folgenden Sprachen zur Verfügung: deutsch, englisch, arabisch, russisch, ukrainisch und türkisch

 

Seminare
„Traumatische Ereignisse im Job - Bausteine betrieblicher Nachsorgekonzepte“

„Ausbildung von betrieblichen psychologischen Erstbetreuenden (bpE) bei traumatischen Ereignissen“
für Sparkassen-Mitarbeitende:
„BÜB - Seminar für Betreuerinnen und Betreuer von Überfallbetroffenen“ 

 

Unser Beratungsangebot
Kommen Sie mit ihren Anliegen zu uns. Die Beratung Ihres Unternehmens zu Fragen der Organisation, Dokumentation und Implementierung eines Notfallmanagements ist unser Serviceangebot für Sie. 

 

Kontakt
Arbeit_und_Psyche@unfallkasse-nrw.de