Burnout
Mit dem Begriff ´Burnout´ werden im Alltag häufig gesundheitliche Beeinträchtigungen umschrieben, die mit Arbeitsbedingungen im Zusammenhang stehen. Unter diesen Begriff werden eine Vielzahl verschiedener Symptome subsummiert und machen gesundheitliche Beeinträchtigungen auch psychischer Art vermittelbar.“
Im Unterschied zur Depression stellt das Burnout-Syndrom eine Momentaufnahme einer krisenhaften Lebenssituation dar. Betroffene befinden sich dabei in beanspruchenden, lang andauernden Leistungsphasen, die mit negativem Stress oder nicht bewusst wahrgenommener Anspannung verbunden sind. Die Zeiten zur Regeneration, durch die eine Balance zwischen Belastung und Entspannung hergestellt wird, nimmt ab. Häufig bleibt dieses Ungleichgewicht lange weitgehend unbemerkt und wird erst erkannt und ernst genommen, wenn es zu körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen kommt bis hin zum Zusammenbruch. In der Endphase kann das Burnout-Syndrom eine große Nähe zur Depression und ihren Symptomen aufweisen.
Bisher existierte noch keine einheitliche Definition des Burnout-Syndroms, eine anerkannte Klassifikation als eigenständige Diagnose stand noch aus.
In die 11. Version der Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandten Gesundheitsprobleme (ICD-11) hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nun folgende neue Beschreibung von Burnout eingebracht.
Beschreibung
„Burnout ist ein Syndrom, das als Folge von chronischem Stress am Arbeitsplatz konzeptualisiert wird, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Es ist durch drei Dimensionen gekennzeichnet:
- Gefühle der Energieerschöpfung oder Erschöpfung
- Erhöhte mentale Distanz zur Arbeit oder Gefühle von Negativismus oder Zynismus in Bezug auf die Arbeit
- Ein Gefühl der Ineffektivität und des Mangels an Leistung.
Burnout bezieht sich speziell auf Phänomene im beruflichen Kontext und sollte nicht zur Beschreibung von Erfahrungen in anderen Lebensbereichen verwendet werden.“
Das so beschriebene Beschwerdebild gilt nicht als Erkrankung und kann auch in anderen Lebensbereichen auftreten. Als Burnout wird es nur bezeichnet, wenn es auf Problematiken in Verbindung mit Berufstätigkeit oder Arbeitslosigkeit zurückzuführen ist.
Mögliche Maßnahmen zur Vorbeugung von Burnout finden Sie hier:
Mögliche Maßnahmen zur Vorbeugung von Burnout:
- Gestaltung der Arbeitsbedingungen: kognitive, physische oder emotionale Grenzen der Leistungsfähigkeit berücksichtigen
- Arbeitsmenge realistisch gestalten
- Zeitdruck reduzieren
- Ständige Leistungsvergleiche vermeiden
- Klare Ziele formulieren
- Bewältigung emotionaler Anforderungen
- Unsichere Beschäftigungsverhältnisse minimieren
- Abgleich von Tätigkeitsprofil und Fähigkeiten
- Information der Beschäftigten
- Bewältigungskompetenzen stärken
- Rolle von Führungskräften:
im Rahmen der Fürsorgepflicht sollten sie auffallendes Verhalten eines Mitarbeitenden frühzeitig ansprechen - individuelle Beratung, insbesondere bei psychosozialen Problemstellungen haben sich Angebote der betrieblichen Sozialberatung oder von extern angebotenen Unterstützungsprogrammen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewährt.
Seminare:
„Stabilität in stürmischen Zeiten - Gesunde Führung und Burnout-Prävention“
Medien:
Stress, Mobbing & Co. – Psychische Belastung im Arbeitsleben“ (PIN 13/)
Ansprechperson