Arbeitszeit
Flexible und gut strukturierte Arbeitszeitmodelle können das Wohlbefinden der Beschäftigten fördern und zur Prävention gesundheitlicher Beschwerden beitragen. Regelmäßige Pausen, ausreichende Erholungszeiten und die Vermeidung von Überstunden sind essenziell, um physische und psychische Überlastung zu verhindern. Schichtarbeit und Nachtarbeit erfordern besondere Aufmerksamkeit, da sie das Risiko für gesundheitliche Probleme erhöhen können.
Wichtige Aspekte der Beurteilung und Gestaltung sind Dauer, Lage und Flexibilität von Arbeitszeit, die Gewährung und Einhaltung von Erholungszeiten sowie die Vorhersehbarkeit und Planbarkeit von Arbeits-, Pausen-, Ruhe- und Erholungszeiten.
Eine Gefährdung durch die mit der Gestaltung der Arbeitszeit verbundene psychische Belastung ist soweit wie möglich zu vermeiden.
Wesentliche Grundlage der Gestaltung von Arbeitszeit ist ihre Erfassung. Die Arbeitszeit ist gut gestaltet, wenn
- sie klar begrenzt ist.
- Arbeits- und Bereitschaftszeiten von Erholungszeiten der Beschäftigten klar abgegrenzt sind.
- ausreichende und störungsfreie Pausen-, Ruhe- und Erholungszeiten sichergestellt sind.
- Arbeitszeiten, Pausen-, Ruhe- und Erholungszeiten für die Beschäftigten vorhersehbar und planbar sind.
- Bedürfnisse der Beschäftigten, auch in Bezug auf die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie, berücksichtigt werden.
- Beschäftigte Mitsprache bei der Gestaltung der Arbeits-, Pausen-, Ruhe- und Erholungszeiten haben (hinsichtlich Dauer, Lage, Flexibilität).
- bei der Schichtplanung die arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigt werden (z. B. Vorwärtswechsel der Schichten, nicht mehr als drei Nachtschichten hintereinander, möglichst ein freier Abend in der Woche).